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Steckbrief des Monats

Neu ermittelt im April 2017:

"Der Dienstknecht Carl Jul.[ius] Peters, 18 J.[ahre] alt, aus Klein-Fahlenwerder geb.[oren] u.[nd] bereits zu wiederholten Malen wegen Diebstahls, Betrugs u. Unterschlagung bestraft, hat sich, den ihm in Folge der Polizei-Aufsicht auferlegten Beschränkungen zuwider, heimlich von seinem Wohnorte entfernt, treibt sich vagabondi[e]rend umher u.[nd] ist von Neuem der Verübung eines Diebstahls u.[nd] mehrerer Betrügereien dringend verdächtig. Gr.[öße] 5' 2", Haar blond, Augen blau u.[nd] fehlt unten links ein Backenzahn. Kennz. im Gesicht Krebsschaden u.[nd] in der Herzgrube längliches Mal. Soldin. 24. Nov. [18]55. K.[öniglich] Pr.[eußischer] Staats-Anwalt. Graf v.Westarp."

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Neu ermittelt im März 2017:

"Gaulfuß aus Prag in Böhmen, (beil.[äufig] 27 J. alt, mittelgroß, hat dunkle Haare, schwarzes Schnur[r]bärtchen, ist grau, nach Jägerart gekleidet, trägt solchen Hut mit grüner Schnur und Quaste, spricht leise und hochdeutsch) wegen Vergehens des Betruges durch Wechselfälschung. Derselbe pflegt sich für Julius Eckert, Vetter des ündholzfabrikanten Eckert in Zwiesel, auszugeben. Deggendorf 29.12.[18]63. K.Unt.-Richter."

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Neu ermittelt im Feber 2017:

"Man ersucht den derzeitigen Aufenthaltsort des hiergerichts wegen Uebertretung gegen die körperliche Sicherheit in Untersuchung befindlichen Josef Popp, Eisenbahnarbeiter, zuletzt beim Subunternehmer Christianelii auf der Linzerflügelbahn, im Orte Trensdorf, Bezirks Prägarten, auszuforschen und anher bekannt zu geben. Ueber denselben liegt hiergerichts folgende Personsbeschreibung vor: Alter 26 Jahre, Geburtsort Abensdorf, Religion katholisch, Stand ledig, Beschäftigung Taglöhner, Körperbau groß, Angesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Haare schwarz, Stirne hoch, Augenbrauen braun, Augen grau, Nase und Mund regulär, Zähne gut, Kinn oval, Srhnurrbart blond, besondere Kennzeichen keine, spricht deutsch und böhmiscf; Bekleidung: Ein brauner sg. Zodelrock, eine Hose und ein Gilet von lichtbraunem Wollstoff, quadrillirt, ein weißes Leinwandhemd, ein Paar weiß und blaugestreifte Gattien, ein schwarz und rothseidenes Halstüchel, einen braunen Filzhut mit breitem braunem Band, 1 Paar kalblederne Halbstiefel, (Bezirksg. Frankenmarkt, 28.6.[18]72."

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Neu ermittelt im Jänner 2017:

"Oldecop, Louis Abraham Georg; Handlungs-Commis aus Groß-Glogau in Schlesien gebürtig u. das. erzogen. Alter: 24 Jahre; Statut: mittler; untersetzt; 69´´; Haare u. Augen: braun; Stirn: frei; Nase: etwas dick; Mund: etwas aufgeworfene Oberlippe; Zähne: gut; Kinn: rund; Gesichtsform: oval; voll; Farbe: gesund; Dialect: sächs.-preuß. War früher dem Genusse starker Getränke ergeben. Er hat früher das Gymnasium seines Geburtsortes besucht und sich später dem Kausmannsstande gewidmet. In Ermangelung der nöthigen Mittel zur Bestreitung des Lehrgeldes mußte er aber auch diesen Stand wieder aufgeben. In seinem 17. Jahre nahm er daher bei der 5ten Abtheilung des k. pr. Pionnierkorps in Glogau freiwillig Militairdienste. Nach 3jähriger Dienstzeit trat er bei einem Kaufmanne zu Schlichtingsheim bei Glogau in die Lehre; conditionirte nach Beendigung einer 4jährigen Lehrzeit an verschiedenen Orten; und trieb sich dann vom Monat Juni 1841 an unstät in der Welt umher; als weshalb er im December v. J. zu Berlin aufgegriffen und am 1. Febr. d. J. in das Arbeitshaus zu Großglogau gebracht worden ist. Aus diesem ist er im Laufe dieses Jahres zweimal entwichen. Mit Benutzung selbstgefertigter, falscher Zeugnisse gelang es ihm, bis Dresden zu kommen. Hier wurde er am 17. Oct. d. J. verhaftet und von da in Gemäßheit des hinter ihn erlassenen Steckbriefs an das k. s. Landgericht Wurzen ausgeliefert. Wegen der ihm zur Last gelegten Unterschlagung ist er in Mangel mehreren Verdachts freigesprochen; wegen der Fälschung aber mit 3wöchiger Gefängnißstrafe belegt worden. Nach einer Mitth.[eilung] des k. s.[ächsischen] Landgerichts Wurzen v. 12.11.[18]42."

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Neu ermittelt im Dezember 2016:

"Britting, Michael, Schlosser aus Augsburg, alles angeblich. Alter: etwa 24 J.: Statur: gegen 6'; Haare: schwarz, kurz; Augen: dunkel; Nase: groß, spitz; Gesicht: oval, frisch, und trägt einen starken Backenbarrt, der mit dem Schnurrbart in Verbindung steht. Seine Kleidung befteht in einem schwarzen, niederen Filzhute mit rundem Boden, einem gelblich-grünen, kurzen Rock, einer weißen Weste, schwarzer Hose von Sammet, Lederstiefeln und einem Wollshlips. Derselbe entfernte sich am 31.10. aus einer Wirthschaft in Ingenheim (Pfalz), nachdem er sich von der Wirthin das sub. O beschriebene Felleisen, sogen. Berliner, eines anderen Burschen, Namens Gustav Schauer, Müller und Bäcker aus Cronach in Oberfranken, mit welchem er von Aschaffenburg her in die Pfalz gereist war, hatte geben lassen. Da nach Angabe des magistratischen Civil Conscriptionsbureau in Augsburg ein dort wohnhafter oder heimathsberechtigter Michael Britting nicht bekannt ist und der fragliche Bursche allem Anscheine nach auch mit keiner Reiselegitimation versehen war, so ersuche ich um Spähe nach diesen [sic!] verdächtigen Burschen, weleher im Betretungsfalle verhaftet und nebst allen bei ihm vorfindlichen Gegenständen an mich abgeliefert werden wolle. Landau in der Pfalz. 15.12.[18]63. Der Untersuchungsrichter am K. Bezirksgericht Lorenz. O Das Felleisen bestand in einem grünen Wachstuche mit einem Riemen von rothem Leder zum Umhängen, darin befanden sich vier Hemden von Leinwand, roth G. S.gez. und vorn in Falten gelegt, ferner vier Paar weißbaumwollne Socken, gez. G. S., drei gestrickte Unterhosen von weißer Baumwolle, eine schwarztuchene Hose, ein schrwarztuchener Ueberrock mit schwarzseidnem Futter, in den Aermeln jedoch gelb gefüttert und mit fchwarzüberzogenen Knöpfen besetzt, ein P[aa]r. Gummiftiefel, eine Kleider- und eine Wichsbürste. Alle diese Gegenstände waren noch in sehr gutem Zustande."

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Neu ermittelt im November 2016:

"Kilian, Johann Christoph Julius; aus Ilm bei Drochaus im k. sächs. Amtsbezirke Plauen. Alter: 26 Jahre; Statue: untersetzt, 71 3/4 ´´; Haare: braun; Stirn: bedeckt; Augen: grau; Nase: lang; Mund: gew.; Kinn: rund; Gesichtsfarbe: gesund. Bes. Kennz.: eine Schnittnarbe an dem Mittelfinger der rechten Hand und einige kleine Warzen am linken Backen. Er kam am 2. Dec. v. J. wegen der im hies. Amtsdorfe Tögau mittelst nächtlichen Einsteigens in drei Bauernhäuser verübten Diebstähle hier in Haft und Untersuchung, nach deren Beendigung ihm von fürstl. Landesregierung zu Gera einjährige Zuchthausftrafe zuerkannt; dieses Erkenntniß auch; auf dagegen ergriffene Oberappellation, von dem fürstl. und Gesamt Oberaopellationsgericht zu Jena bestätiget und ders. hierauf am 7. d. M. zur Verbüßung dieser Strafe an die hiesige Strafanstalt abgegeben wurde. Während dieser Untersuchung war Kilian wegen eines in Thiergarten verübten Diebstahls an das Stadtgerieht zu Pausa eingeliefert worden und hatte die ihm vom k. sächs. Appellationsgericht zu Zwickau deßbalb zuerkannte 4-wöchige Gefängnißstrafe verbüßt. Schleiz, den 26. April 1841."

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Neu ermittelt im Oktober 2016:

"Sicherheits-Polizei (Steckbrief gegen den Oekonom von Pelkowski aus Berlin. Der nachstehend signalisirte von Pelkowski, ist von Berlin, wo er zu dreimonatlicher Zuchthausstrafe wegen Betrügereien verurtheilt war, und ein Duell intendirte, am 6. juj.[us] heimlich weggegangen, hat dann in Halle unter dem Namen von Radolinski, spä ter in Dresden, unter dem Namen Baron von Lützow und dem falschen Vorwande, daß er Lieutnant im 2ten Ulanen-Regimente sey, mehrere Betrügereien ausgeübt, an letzterem Orte auch einen für den Studiosus theologiae August Limborg, aus Dortmund, unter der Unterschrift der Königlichen Regierung zu Merseburg, am 5. d. M. zu einer Vergnügungsreise von Halle über Dresden nach Prag von der hiesigen Polizeibehörde aus gegebenen, am 12. d. M. zu Dresden visirten Paß sich zu verschaffen gewußt, in einem spätern aus Nossen abgesandten Briefe, sodann die Absicht geäußert unter dem Namen von Schlichten nach Frankfurt a.M. und von da nach Amerika sich begeben zu wollen. Wir machen auf diesen gewandten und gefährlichen Betrüger aufmerksam, und bitten nicht nur, wo er sich betreten laßt, ihn verhaften, von der Verhaftung aber uns Nachricht geben zu lassen, sondern auch uns unterrichten zu lassen, wenn Umstände bekannt geworden sind, die zu seiner weiteren Verfolgung dienen könnten. Halle, den 28. September 1829. König. Preuß. Inquisitoriat. Signalement des Oekonom von Pelkowski. Familiennamen: von Pelkowski, nennt sich auch von Radolinski, Baron von Lützow, Lieutenant im 2ten Garde-Ulanen-Regiment zu Berlin, und von Schlichten; Vornamen: Heinrich Ludwig Alexander; Geburtsort Berlin; Religion evangelisch; Alter 18 Jahre; Größe 5 Fuß 3 bis 4 Zoll; Haare blond; Stirne frei; Augenbraunen blond; Augen graublau; Nase und Mund gewöhnlich; Bart keinen; Zähne gesund; Kinn rund; Gesichtsbildung gewöhnlich; Gesichtsfarbe gesund; Gestalt schlank; Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen: keine. Wahrscheinliche Kleidung: olivengrüner Oberrock, unmodischen Schnitts, mit einer Reihe Knöpfe, schwarze lange Tuchhosen, weiße Weste, Stiefel mit silbernen Sporen. Wahrscheinlich trägt derselbe einen Siegelring mit Ametist, einen Siegelring mit gestochenen Karniol, worauf ein Kreuz, Herz und Anker, einen Ring mit 3 verschiedenen kleinen Steinen, Grisobras, Karniol und Lava ebenfalls mit Anker, Herz und Kreuz geschliffen, vielleicht auch silberne Schnupftabaksdose."

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Neu ermittelt im September 2016:

"Der Schneiderlehrling Carl Deutschmann, 16 Jahr alt, aus Klein-Krebs, hiesigen Kreises gebürtig, und der Schuhmacherlehrling Eduard Kauffmann, 17 Jahr alt, aus Brausen, Kreis Rosenberg gebürtig, deren Personenbeschreibung näher nicht angegeben werden kann, haben sich eines Diebstahls schuldig gemacht und sich vor Publikation deS Erkenntnisses heimlich von hier entfernt. Die Wohllöbl. Polizeibehörden sowie die Gensdarmerie werden demnach ergebenst ersucht, die genannten beiden Angeschuldigten im Betretungsfalle anzuhalten und mittelst beschränkter Reiseroute hierher zu dirigiren, uns aber davon Nachricht zu geben. Marienwerder, den 8. Februar 1848. Königliches Inquisitoriat."

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 Neu ermittelt im August 2016:

"Desvatines Hugo, Handlungsreisender aus Köln, ist eines Vergehens der Unterschlagung (St.-G.-B. Art. 12, 293. 294 Z.2, Art. 295 Z.5) verdächtig gemäß Eins.-Ges. Art. 40, 41 Abs. 1 und 3 unter Vorzeigung dieses Befehles und Eröffnung des Beschwerderechtes zum hiesigen k. Bezirksgerichte zu verhaften. Signalement: Ist 28-30 Jahre alt, von mittlerer Größe, untersetzter Statur, aufgedunsenem Gesichte, hat blonde Haare, blonden Schnurr- und Backenbart, spricht den rheinpreußischen Dialekt und reist wahrscheinlich für das Kölner Handlungssaus Jakob Iding. Aschaffenburg 11. Jänner 1866. K.[öniglicher]Untersuchungsrichter."

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Neu ermittelt im Juli 2016:

"Biberach (Fahndung auf entflohene Verbrecher.) In der Nacht vom 7-8 dieses Monats haben die hiernach bezeichneten höchstgefährlichen drei Verbrecher Gelegenheit gefunden, in einem mit Wache besetzten Gefängnisse, sich ihrer Fesseln zu entledigen, des Gefängnißschlüssels habhaft zu werden, und sofort zu entfliehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß dieselben ihre Richtung entweder in die Schweiz oder nach Tyrol genommen haben. Indem man noch ferner bemerkt, daß die Inquisiteln nach früheren Aeußerungen, vielleicht Versuche machen könnten, in Militärdienste aufgenommen zu werden, und daß Bronner aus Goldau und Alsterer Namen sind, welche die Jauner früher schon fälschlich angegeben haben, und vielleicht wieder angeben könnten, ersucht man alle Militär- und Civilbehörden dienstergebenst auf diese, der öffentlichen Sicherheit so gefährlichen Menschen fahnden, und im Betretungsfalle gegen Ersatz der Kosten, sie wohlverwahrt hieher liefern zu lassen. Personen-Beschreibungen. 1) Joseph Lang von Nenzing, k.k. österr. Landesgerichts Sonnennberg gebürtig, der junge Bregenzer, auch Siebersbub genannt, ist im 18ten Jahre, 5 Schuh 8 Zoll groß, hagerer Gestalt, hat ein länglichtes Angesicht, blasse Gesichtsfarbe, blonde abgeschnittene Haare und blonde Augenbraunen, graue Augen, spitzige Nase, mittleren Mund, gute Zähne, schmales Kinn, und keinen Bart. Bei seiner Entweichung trug er einen runden Hut, ein weißes und schwarzes Halstuch, ein Wamms von violet-braunem Tuche mit übergezogenen Knöpfen, und lange über Bundstiefel gehende Beinkleider von weiß und blaugestreiftem Barchent [...] Biberach den 12. April 1820. Der königlich Würtembergische Oberamts-Richter Hörner."

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Neu ermittelt im Juni 2016:

"Bekanntmachung wegen dem diebischer weise entwichenen Ernst Friderich Haefner. Da unser bisheriger Comtoir-Bedienter, Ernst Friderich Haefner, aus Cörlin Amts Collbach in Pommern gebürtig, nachdem er bey einer ihm aufgetragenen Handlungreise bis Meiningen in Sachsen gekommen, von dort mit bey sich habender Casse unter dem Vorwande nach Franken zu gehen, und von da zurückkehren zu wollen, diebischer Weise entwichen, auch seitdem nicht weiter von sich hören lassen, folglich das unterzeichnete Handlungshaus auf eine höchst schändliche Weise hintergangen, und um grosse Geldsummen bestohlen hat, mithin äusserst daran gelegen ist, daß dieser Betrüger zur Haft gebracht, und der hiesigen Obrigkeit ausgeliefert werde; so wird demjenigen, welcher gedachtem im untergesetzten Signalement näher beschriebenen Haefner dergestalt entdecken, oder festhalten wird, daß er der Justiz des Bretretungsorts überliefert werde, eine Belohnung von fünfzig Pistolen zugesagt, und werden zugleich alle Obrigkeiten hiedurch dringend ersucht, auf diesen Betrüger, der wie man erst jetzt in Erfahrung gebracht, vorhin als Bombardier zu Berlin placirt gewesen, und auch von dort entwichen ist, in Altona den Namen Fischer geführet, und sich einige Zeitinm Bremen aufgehalten hat, ein wachsames Aug zu haben, mithin im Betretungsfalle denselben sofort zu verhaften, und anher davon Nachricht zu ertheilen, welches man mit Erstattung aller Bemühungen und Kosten dankbarlichst erkennen wird. Osnabrück den 21. Octob. 1804. Rudolph & Erich Schwartze. Signalement. Ernst Friderich Haefner ist von mitterer Statur, schieren Gesichts, hat hellbraunes kurz abgeschnittenes lockiges Haar, einen starken Bart von eben der Farbe, trägt einen kleinen Backenbart, hat blaue Augen, etwas gebogene Nase, und sehr schöne weisse Zähne; hat ferner über dem Kinn eine kleine Narbe, die er vorgibt in einem Duell bekommen zu haben. Auch hat er über alle Finger der rechten Hand einen Hieb in eben erwähnten Duell bekommen, wovon man die Narben leicht bemerken kann, da selbe meist über das zweyte Glied der Finger gehen. Er ist ungefähr 24 Jahre alt. Seine Sprache ist ganz im Berlinischen Dialect. Uebrigens hgt er ein
gefälliges und zuvorkommendes Aeussere[s]."

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Neu ermittelt im Mai 2016:

"Bekanntmachung und Aufforderung. Der nachstehend näher bezeichnete, hieselbst in Haft und Untersuchung befindliche Schuster, Johann Viebrok, gebürtig aus Wistedt, Amts Zeven, und letztlich wohnhaft in Emsen, Amts Lüne, ist von dem September 1819 bis zum 17ten August 1820, theils in Hamburg, theils bey hiesigem Amte in Haft und Untersuchung gewesen, wobey er einen nicht unbedeutenden Diebstahl eingestanden hat, mehrerer anderer aber sehr verdächtig geworden ist. Vor völliger Beendigung der Untersuchung fand derselbe Gelegenheit, in der Nacht vom 16sten zum 17ten August 1820, aus dem diesigen Amts-Gefängnisse zu Altkloster auszubrechen und zu entweichen [...] Buxtehude, den 20sten April 1821. König!. Großbritannisch-Hannoversches Amt Alt- und Neukloster. A.v.Wersebe.Personen-Beschreibung des Schusters Johann Viebrok. Alter, 31 Jahre; Geburts-Ort, Wistedt, Amts Zeven; Größe, 5 Fuß 9 Zoll; Haare, dunkelbraun; Augenbraunen, bräunlich; Bart, röthlich; Augen, grau; Nase, gewöhnlich; Kinn, rund; Gesichtsfarbe, blaß; Gesicht, rund; Besondere Kennzeichen, keine. Bekleidet war derselbe a) bey seiner Entweichung: mit einem blauen tuchenen Oberrocke, einem blauen kollenem gestricktem Unter-Camisole, einer gelbbunten Weste, hellgrauen langen Hose von geköpertem Zeuge, langen zweynäthigen Stiefeln, einem leinenen Hemde, weißen kurzen wollenen Strümpfen, schwarzem seidenen Halstuche und einem schwarzem Filt-Hute mit einem Ueberzuge von grünem Wachstafte versehen. b) Bey seiner nachmaligen Wiederverhaftung: mit einem dunkelgrünem tuchenen Oberrocke mit überzogenen Knöpfen, einer gelb und blau gestreiften baumwollenen Weste mit Perlmutter-Knöpfen von gelber Einfassung, einem dunkelgrünem cattunenen Unter-Camisole mit weißen Flecken, und überzogenen Knöpfen, einer langen gräulichen manchesternen Unterhose und Stiefeln. Uebrigens spricht derselbe gewöhnlich Platt-Deutsch in der Mundart der hiesigen Gegenden, hat einen etwas scheuen Blick, jedoch beym Sprechen viel Freundliches."

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Neu ermittelt im April 2016:

"Entwichener. Beschreibung des von seinem Weihe den 30. July in der Nacht mit der Dienst-Magd Theresia N. treulos entwichenen Ehe-Manns Franz Schlüsselberger, Leder-Meister und Besitzer der Leder-Werkstatt zu Wartberg. Derselbe ist großer schlanker Statur, 24 Jahre alt, hat braune abgeschnittene Haare, derley Augen und Augenbraune; trägt einen braunen Schamper, einen braunen Rock, einen dunkelbraunen Mantel, einen gelben Vorfleck, 2 Gürteln, wovon einer mit Taschen versehen ist, eine schwarzloderne bockhäutene Hose, ein Paar Schuhe und Stiefeln, dann ein schwarzes Mayländer, und ein weiß mousselines neues Hals-Tuchel. Die Dienst-Magd Theresia N. ist großer magerer Statur, gehet etwas mit dem Kopfe vorgängig, hat in der rechten Seite beym Halse ein Geschwur, und scheint fast auf die Hälfte Zeit schwanger zu seyn. Sie trägt eine schwarze Blind-Borten-Haube, um den Hals ein geblümtes Hals-Tuch, ein braun gedrucktes Scheitel, ein kammertüchenes Leibel, einen apfelgedruckten und einen groß geblümten Rock, wovon der Boden dunkel ist, hat eine hagere braune Gesichtsbildung, und eine singende Oefterreicher Sprache. Den 24. August 1804. Nachrichten auf deren Betreten ertheilt man an die K. K. Polizey-Driection ob der Enns zu Linz."

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 Neu ermittelt im März 2016:

"Es hat der Arrestant Lembcke Gelegenheit gefunden, am 8ten dieses, des Abends, mit seinen Fesseln aus seinem Gefängnisse zu entspringen. Da es nun zur allgemeinen Sicherheit und zur Fortsetzung der gegen denselben bestehenden, und noch nicht völlig beendigten, Untersuchung sehr nöthig und durchaus erforderlich ist, diesen gefährlichen Menschen, welcher nicht nur hier schon wegen Diebereycn im hiesigen Zuchthause gesessen, sondern auch im December v.J. aus dem Stockhause in Tönning ausgebrochen, baldigst wieder habhaft zu werden; so werden alle Orts-Obrigkeiten und Gerichte, sud oblatione ad reciproca, geziemend ersucht, aus bgedachten, im untenstehenden Signalement genauer bezeichneten, Flüchtling in ihren Gerichtsbezirken sorgfältig vigiliren, und ihn im Betretungsfall arretiren zu lassen, wie auch von dessen Arretirung fördersamst anhero Nachricht zu ertheilen. Derjenige, welcher obgedachten Lembcke so, daß er zur gefänglichen Haft gezogen werden kann, anzugeben im Stande ist, hat für diese Entdeckung, auf Verlangen, selbst unter Verschweigung seines Namens, eine Belohnung von 100 Rthlr. Courant bey der hiesigen ersten Prätur in Empfang zu nehmen. Hamburg, den 9ten September 1807. Signalement. Johann Hinrich Lembcke ist 29 Jahr alt, mittlerer gedrungener Statur, hat schwarze Haare, braune Augen, eine gebogene Nase, rundes, blatternarbigtes Gesicht, spricht den Hannöverschen Dialekt, und war bey seiner Entweichung in bloßen Hemdes-Aermeln, ohne Kopfbedeckung, und in Pantoffeln."

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Neu ermittelt im Februar 2016:

"Steckbrief. Der unterm 3ten v.M. von hier mittelst Reise-Route auf 5 Wochen über Königsberg, Braunsberg, Pr. Holland, Riesenburg, Graudenz, Schwetz, Bromberg und Posen nach Krampitz, Kreises Neumark, Regierungs-Bezirks Breslau, entlassene Fleischergeselle Ernst Christian Preibisch, dessen Signalement unten befindlich, ist nach amtlicher Benachrichtigung bis zum 27ten v.M. noch nicht in Pr. Holland eingetroffen gewesen, weshalb sämmtliche resp. Polizeibehörden auf diesen Menschen ergebenst aufmerksam gemacht werden. Tapiau, den 5ten März 1835, Königl. Ostpreuß. Landarmenn-Verpflegungs-Jnspektion. Signalement: Derselbe ist in Bischdorf bei Neumark in Schlesien geboren, evangelischer Religion, 31 Jahr alt, 5 Fuß 3 Zoll groß, von mittler Gestalt, hat blonde und krause Haare, freie Stirn, blonde Augenbraunen, blaue Augen, starke Nase, proportionirten Mund, gute Zähne, breites Kinn, wenig blonden Bart, ovale und starke Gesichtsbildung, gesunde Gesichtsfarbe, außerdem kenntlich, indem er blatternarbig ist und eine Narbe an der Oberlippe hat."

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 Neu ermittelt im Januar 2016:

"Steckbrief gegen Richard Wagner. Am 19. Mai 1849 veröffentlichte der Dresdener Anzeiger nachstehenden Steckbrief: `Der unten etwas näher bezeichnete königliche Capellmeister Richard Wagner von hier ist wegen wesentlicher Theilnahme an der in hiesiger Stadt stattgefundenen aufrührerischen Bewegung zur Untersuchung zu ziehen, zur Zeit aber nicht zu erlangen gewesen. Es werden daher alle Polizeibehörden auf denselben aufmerksam gemacht und ersucht, Wagnern (!) im Betretungsfalle zu verhaften und davon uns schleunigst Nachricht zu ertheilen.´ Dresden, am 16. Mai 1849. Die Stadtpolizei-Deputation, v. Oppel. `Wagner ist 37-38 Jahre alt, mittlerer Statur, hat braunes Haar und trägt eine Brille.´ — Erneuert wurde der Steckbrief, etwas kürzer gefaßt, am 
14., 20. und 28. Juni."

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 Neu ermittelt im Dezember 2015:

"Steckbrief. Der wegen Diebstahls prozessirte und erst kürzlich aus der Zwangsarbeitshausanstalt Kaisersheim entlassene, sodann aber auch wegen Vagierens von Seite des königl. Polizeikommissariats Plassenburg eingelieferte Bernhard Kraus von Katzdorf d.G., welcher französisch spricht, und unter dem Namen Francois Schmidt, französischer Deserteur aus Lyon, sich herumtreibt, ist der polizeilichen Aufsicht unterstellt, und hat sich bei seiner Entlassung in seinem Heimathsorte flüchtig gemacht. Man ersucht daher die Justiz- und Polizeibehörden, gegen denselben geeignete Spähe zu verfügen, ihn im Betretungsfalle arretiren und sodann anher überliefern zu lassen. Signalement: Alter 34 Jahre, Größe 8´ 2´´, Haare braun und in Scheitl gelegt, Stirne hoch, Augenbraunen braun, Augen braun, Nase lang, Mund gewöhnlich, Bart schwarz, Zähne gut, Kinn oval, Gesichtsbildung oval, Gesichtsfarbe gesund, Gestalt mittlere, Sprache gut deutsch. Besondere Kennzeichen: am rechten Oberschenkel 2 Narben, eine große und eine kleine Plessur. Kleidung: eine grüne Kappe, eine schwarze Hose, eine schwarze Jacke, eine schwarze Weste und ein Paar Schuh. Neunburg v.Wald am 5.Juli 1842. Königl. bayerisches Landgericht. Hauser, Landrichter."

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 Neu ermittelt im November 2015:

"Steckbrief. Friedrich Max. Eissardt. Da der bey der hiesigen königl. Oberschlesischen Oberamtsregierung bisher als Deposital-Rendant angestellt gewesene Friedrich Maximilian Eissardt heimlich von hier entwichen, und wie bereits entdeckt worden, sich verschiedener Malversationen in Verwaltung seines Amtes schuldig gemacht, so werden sämmtliche resp. Ober- und Untergerichte hiedurch gebührend requirirt, obgedachten Flüchtling, wenn derselbe sich in ihrem Gerichtsbezieck betrerten läßt, sofort anzuhalten, und denselben gegen Erstattung der durch seine Arretirung, und durch dessen Transport verursachte Kosten gefälligst anher abzuliefern. Es ist dieser Eissardt von mlttelmässiger Statur, mit blassen, länglich vollen, und blatternarbigten Gesicht, hat ein blondes Haar, und ist bey seiner zu Pferde von hier erfolgten Entweichung mit einer Pickesche von grünen Tuch mit schwarzen Baraquen gefüttert, und mit einer grün überzogenen Fuchs-Culree bekleidet gewesen. Kön.[iglich] Preussische Oberschlesische Oberamtsregierung. Brieg den 27. December 1781."

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Neu ermittelt im Oktober 2015:

"Steckbrief. Bei Fortstellung der Untersuchung wegen eines auf uns ausgestellten falschen Schulddocuments hat sich der Verdacht wider Carl Friedrich Wilhelm Wetzeln aus Freibergsdorf noch mehr begründet. Indem wir daher den gegen Wetzeln im 29sten Stück der Leipziger Zeitungen erlassenen Steckbrief in Erinnerung bringen, machen wir zugleich hiermit bekannt, daß auch bei diesem Betrug der wegen mehrerer Ungebührnisse im September 1827 dimittierte hiesige Gerichtsdiener Carl Friedrich Wilhelm Hochgemuth concurriert hat. Hochgemuth ist untersetzter mittler Statur, hat blondes Haar und einige Narben an der Stirn und soll mit einer ledigen Weibsperson in der Gegend von Dresden sich die letzte Zeit herum getrieben und gewöhnlich mit gestrickten Waaren gehandelt haben. Alle wohllöbl. Civil- und Militair-Behörden ersuchen wir unter Erbietung zu gleicher Rechtswillfährigkeit zur Hülfe Rechtens dienstergebenst, sowohl auf gedachten Wetzel, als auch auf ermeldeten Hochgemuth ein wachsames Auge zu haben, solche im Betretungsfalle zu arretieren und an uns abzuliefern. Döbeln, am 23. December 1828. Der Stadtrath."

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Neu ermittelt im September 2015:

"Personsbeschreibungen der ungarischen Hauptrebellen um den Rebellen-General Joseph Bem, sonst auch der Held von Ostrolenka genannt [...] Personsbeschreibung des Grafen Kasimir Batthyany. Alter, 35—36 Jahre. Geburtsort, unbekannt in Ungarn. Stand, verehligt. Religion, reformirt. Sprache, Deutsch, Französisch, Ungarisch, Englisch. Beschäftigung oder Charakter: zuletzt Festungs-Commandant in Essegg. Körperbau, schlank und stark, dabei Gesicht rundes. Gesichtsfarbe, brünett. Stirn, offene, hohe. Haare, schwarz. Augen, schwärzlich, groß. Augenbraunen, starke, schwarze. Nase, stark, etwas gespitzt. Mund, regelmäßig. Zähne, gut. Kinn, spizzes. Bart, Schnur- und Backenbart. Besondere Kennzeichen: Sanften Blick. Bekleidung: Sehr elegant. Kronstadt, 10. Februar 1849"

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Neu ermittelt im August 2015:

"Steckbrief. Demnach drey diesseitige Unterthanen, aus Schwanfeld, hochfürstl. Würzburgischen Amts Klingenberg, Namens Michael Zimmermann, mitterer Statur, braunlichter Haaren, etwas schlechten Angesichts, und beyläufig 50jährigen Alters, eine etwas haisere, jedoch landesartige Aussprache habend, und mit einem alten blatüchenen Rock, dann neuen weistüchenen übereinander geschlagenen Wammes mit gelben Knöpfen, weisledernen Hosen, schwarzen Strümpfen begleitet, dann eine rothe Pelzkappe mit einem geringen Hut tragend, nebst seinem Weib, und 4 Kindern, worunter eine ziemlich erwachsene Tochter sich befindet; Johann Kühn, seiner Profession ein Schuhmacher, etwas klein untersetzter Statur, schwarzer Haare, und Augbraunen, runden, noch ziemlich jungen Angesichts, welcher sein Weib, und Kinder zurückgelassen, im übrigen aber ein dunkelblaues Kleid, schwarzlederne Hosen, ein paar Stiefel, und eine alte weisse baumwollene Kappe unter dem Hut traget; dann Joseph Bauern ein Bäcker, mitterer Statur, schwarzbrauner Haaren, und schwarzlichten Angesichts, ein weisses tüchenes Kleid, weißlederne Hosen, dann Stiefel, und eine grüntuchene Pelzkappe unter dem Hut tragend, mit Weib, und zweyen Kindern, welche sämtlich mit ämtlichen Zeugnissen, und dahiesigen Regierungspässen sich zu versehen gewust, sothanes ihr bisheriges Wohnort zum Theil heimlich und ohne Vorwissen des Amts, auch mit Zurücklassung ihrer respektive Haus- und Gütern, dann Weib und Kindern unlängst verlassen, forthin dem Vernehmen nach sich nach Wien begeben haben, indessen aber kurz nach deren Auswanderung sich entdecket hat, daß auf das Ort Schwanfeil verschiedene falsche Obligationen gefertiger, und so darauf ansehnliche Kapitalien wirklich erhoben worden seyen, und der diesfalsige mit verschiedenen beschwerenden Umständen begleitete Verdacht auf die beschrieben Auswanderer falle; als findet man sich bewogen, das Publikum für derley verdächtige Betrüger nicht nur zu warnen, sondern auch an alle, und jede Gerichtsstellen das geziemende Ersuchen zu stellen, auf die beschriebenen genaue Ausspähe zu verfügen, forthin solche auf etwaiges Betreten, mit den allenfalls noch bey sich führenden Barschaften gerichtlich einzuziehen, dann von deren etwaiger Habhaftwerdmg bald gefällige Nachricht anherzu ertheilen, und sonach dieselbe gegen Erstattung der Kosten anher ausfolgen zu lassen. Würzburg den 12. Hornung 1785."

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Neu ermittelt im Juli 2015:

"Nachrichten aus Tirol. Steckbrief. Gegen den im Jahre 1893 in Innsbruck geborenen, nach Schönwies, Bezirk Landeck, zuständigen, ledigen Taglöhner Rudolf Tragseil wurde von der Polizei in Bozen wegen eines zum Schaden seines Zimmergenossen begangenen Diebstahles ein Steckbrief erlassen. Tragseil wird außerdem vom k.k. Bezirksgerichte in Hall und vom k.k. Landesgerichte in Innsbruck wegen Diebstahls verfölgt. Genannter ist mittelgroß, normal gebaut, hat kleinen Schnurrbart und blonde Haare. Bozen in Tirol, 10. November 1915."

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Neu ermittelt im Juni 2015:

"Steckbrief zur Verfolgung des gemäß kriminalgerichtlichen Beschlußes vom 26. März 1839 Nr. 376 des Verbrechens des Raubes , und der Nothzucht rechtlich beanzeigten Joseph Pantschik, fälschlich Michalsky. Derselbe ist 36 Jahre alt, katholischer Religion, lediger Taglöhner von preußisch Gußau, zu Ratibor gehörig; ist mitter ziemlich untersetzter Statur, hat braune Kopfhaare, derlei Augenbraune, und ins braune fallende Augen, proportionirte Nase und Mund, spricht böhmisch uud etwas deutsch, ohne sonstigen Kennzeichen. Am Leibe trug er kurz vor der Entweichung einen grautuchenen Spenser, eine weiß und schwarzgeblümte Weste, ein Haar tuchene melirte Beinkleider, ein Paar alte Stiefel, ein weißes Halstüchel und eine federschwarze tuchene runde Mötze mit Schild. Die Amtsbehörden haben diesen Steckbrief ungesäumt und allgemein zu verlautbarn, auf den beschriebenen Flüchtling aufmerksam zu invigiliren und denselben im Betretungsfalle gut geschlossen an das troppauer Kriminalgericht einzuliefern, hiervon aber gleichzeitig die Anzeige anher zu erstatten. Vom k.k. Kreisamte Troppau am 30. April 1839."

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Neu ermittelt im Juni 2015:

"Steckbrief zur Verfolgung des wegen Verbrechen des Diebstahls beanzeigt erkannten und aus dem Auspitzer Polizeiverhafte flüchtig gewordenen Thomas Kozdas aus Wischenau, nähmlicher Herrschaft im Znaimer Kreise, derselbe ist 40 Jahre alt, katholischer Religion, verheirathet, Knecht, von mittlerer Statur, magern brunetten Gesichts, hat schwärzliche Haare, schwarze Augen, stumpfe Nsse, spricht blos mährisch, hat sonst kein besonderes Kennzeichen, nur trägt er dermalen einen schwarzen kleinen Backennbart. Am Leibe trug er einen schwarz manchesternen Spenser und dto. Hose, eine zeugene schwarze Weste, eine schwarze tuchene Schildkappe und halblederne Stiefel. Die Behörden werden ersucht, denselben im Betretungsfalle anzuhalten, und an dieses Kriminalgericht einzuliefernu. Kriminalgericht Brünn am 5.August 1836."

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Neu ermittelt im Mai 2015:

"Gestern in der ersten Nachmittagsstunde stürzte sich gegenüber der Rothenthurmstraße ein alter Mann in den Donaukanal. Er wurde von den Wellen bis zur Ferdinandsbrücke getrieben und dort von mehreren Personen noch lebend aus dem Wasser gezogen und in die nahegelegene Rettungsanstalt der Sicherheitswache gebracht, wo er trotz angewandter ärztlicher Hilfe nach kaum einer Viertelstunde starb. Nach einem vorgefundenen Zettel dürfte der Unglückliche der bei seinem Bruder in Döbling, Nußdorferstraße Nr. 91 wohnhaft gewesene Jakob Metz sein. Derselbe, ein alter, gebrechlicher Greis, verlor vor Kurzem seine Gattin und wegen des Alleinseins seines Lebens müde, führte er den Selbstmord aus." (aus Wien)

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Neu ermittelt im April 2015:

"Anzeige untern 21. abgewichenen Monats Decembers gerechtest anzuoefehlen geruhet, daß wider ihn Franz v.Bolza, wegen Veruntreuung der ihm zur Verwaltung anvertrauten Kassageldern, den bestehend peinlichen Gesetzen nach verfahren werden soll; solchemnach wird ihm flüchtigen Franz v.Bolza hiemit anbefohlen, daß selber von heut Dato an nach 14 Tagen auf dem k.k. Stadt- und Landgericht unausbleiblich sich einfinden, und daselbst auf die über dieses ihm zur Last gehende Verbrechen ihm stellende Fragstücke geziemend verantworten soll. Wien den 12. Jän[n]er 1782."

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Neu ermittelt im März 2015:

"Sämmtliche Stadt- und Landespolizeien werden von der Estländischen Gouvernements-Regierung beauftragt, nach dem preußischen Unterthan Pawel Tschrenteck (alias Schreining), der aus Rußland
auszuweisen ist und nicht mehr hierher zurückkehren darf, die sorgfältigsten Nachforschungen zu veranstalten und denselben im Ermittelungsfalle unter sicherer Wache dieser Gouvernements-Regierung
vorzustellen. Signalement des Tschrenteck: Alter 27 J.[ahre], Wuchs klein, Haare braun, Augen. Nase und Mund proportioni[e]rt. Besondere Kennzeichen: trägt eine Brille. Rebval, den 28. October 1878"

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 Neu ermittelt im Februar 2015:

"Steckbrief. Der laut telegraphischer Mittheilung des k.k. Untersuchungsrichters des am 1. Jänner 1874 verübten Verbrechens des Mordes an vulgo Blekmanov von Tupalic, Bezirk Krainburg, dringend verdächtige Josef Usenicnik, Lederergeselle von Pölland, Bezirk Lack, der sich nach der That in der Richtung gegen Laibach begeben haben soll, ist im Betretungsfalle zu arretieren und an das k.k. Landesgericht in Laibach einzuliefern. Derselbe ist von mittlerer Größe, schlanken Körpers, ovalen Gesichtes, gesunder Gesichtsfarbe, hat dunkelbraune Haare, niedere Stirn, braune Augenbrauen und Augen, proprtionierte Nase und Mund, gesunde Zähne, eingedrücktes Kinn. Er spricht dentsch und slovenisch. Laibach, am 3. Jänner 1874. K.k. Staatsanwaltschaft."

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Neu ermittelt im Januar 2015:

"Steckbrief. Die Katharina Schmitzer, Dienstmagd beim Dosser, Bauer aus Freiberg, Landgerichts Meran, hat sich des Diebstahls höchst verdächtig gemacht, und ist sonach entflohen. Dieselbe ist von Latsch k. k. Landgerichts Schlanders gebürtig, 20 bis 22 Jahre alt, kleiner Statur, braunen Gesichts, brauner Haare, gewöhnlicher Nase, und brauner Augen. Die Kleidung derselben bei der Entweichung war auf wälsche Art, die einzelnen Kleidungsstücke jedoch können nicht näher bezeichnet werden. Man ersucht der Entflohenen genau nachzuspüren, sie im Betretungffalle anzuhalten, und wohlverwahret anher liefern zu lassen. K. K. prov. Land- und Kriminal-Untersuchungs-Gericht Meran den 30. August 1814."

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 Neu ermittelt im Dezember 2014:

"Gegen den unten beschriebenen Schlossergesellen Rudolf aus Halle a./S., welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen schweren Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Amtsgerichts=Gefängniß zu Schönberg i./M. abzuliefern. Schönberg i./M., den 16. Mai 1884. Großherzogliches Amtsgericht. G. Horn. O. Schnell. Beschreibung: Alter: ca. 44 Jahre. Statur: mittel. Haare: schwarz. Bart: schwarzer Vollbart. Kleidung: dunkler schon vielfach geflickter Anzug, Stiefletten und schwarz seidene Mütze. Besondere Kennzeichen: fast sämmtliche Finger an beiden Händen etwas verkrüppelt."

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 Neu ermittelt im November 2014:

"Des wegen Verdacht eines begangenen Diebstahls allhier, in Verhaft gesessenen, nach rückgelassenen Eisen aber aus dem Arreste heute Nachmittags zwischen 4 und 6 Uhr entwichenen Johann Pachor. Dieser Pursch ist von vielmehr grosser Statur, und gut gesezt, 22 Jahr alt, ledig, seine Aeltern sind in Dorfe Oppachiusella seßhaft, hat schwarzbraune Haare am Kopfe, ohne Bart, schwarz dunkle Augen, bleichen etwas eingefallenen Gesichts, trägt am Leibe einen weiswollenen mit Ermel versehenen, bis an die halben Schenkel langen Rock ohne Vestie, schwarzlederne mit himmelblauer seide vorwärts genähte Beinkleider, dann unterhalb ein anders Paar weis und roth gestreifte, leinene Hosen, weiswollene Strümpf, spricht krainerisch und etwas schlecht wällisch, und stottert bei der Aussprache, pflegt in Friaul, und besonders in Aquileja Schaaffelle einzukaufen, und im Falle er des angeschuldeten Diebstalhs [sic!] schuldig seyn solle, so wird er aus dem leich[t] zu erkennen seyn, daß er 562 Stü[c]k Bankozetteln a 2 fl[orin] dann 80 Stük Kronenthaler, 7 Mayländer Scudi, und eine goldene Halskette von 12 Reichen über 100 fl. im Werthe bei sich haben dürfte. Endlich scheint er fieberhaft zu seyn, und wird vermuthlich beim Sprung über eine 4 1/2 Klafter, dann über eine andere 3 5/6 Klafter hohe Mauer die Füsse oder den Leib beschädiget haben. Landgerichtsherrschaft Tybein [bei Laibach] am 25 August 1801."

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Neu ermittelt im Oktober 2014:

"Von dem k. k. Inneröstereichischen Staabs-Auditoriate wird dem Herrn Fähnrich Michael Tschelleßnig, des bestandenen zweyten Neustadter Landwehr-Battaillons, hiermit öffentlich kund gemacht: daß, nachdem derselbe sich am 26. Ayril 1812 von der hierortigen Rückstandskanzelley, wo er seine Landwehrsrechnungen auszuarbeiten bestimmt war, ohne vorschristliche Meldung und Licenz entfernt hat, und nirgends zu erfragen ist, zur rechtlichen Untersuchung ein ordentliches Kriegsrecht zusammengesetzt werden soll, um dabey auhier zu Brätz binnen 6 Wochen und 3 Tagen unausbleiblich zu erscheinen, dann über alles, was ihm vorgetragen wird , sich gehörig zu verantworten; gleichwie im Ausbleibungsfalle dennoch die Jnquisition vorgenommen, und nach Kriegsgebrauch, dann den Kriegsartikeln erkennet werden soll, was Rechtens ist. Welches ihm Herrn Fähnrich zur Wissenschaft, und um sich vor weitern Schaden zu hüten, anmit öffentlich bedeutet wird. Gratz den 30. August 1812."

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Neu ermittelt im September 2014:

"Es hat die Löbl.[iche] kaiserl.[ich] kön.[igliche] N.[ieder] Oe.[sterreichische] Regierung, mittels freundschaftlichen Insinuati des praes. 30ten Decembr. jüngsthin anhero eröfnet, wasmaßen das kais. kön. Stadt und Landgericht zu Kloster Neuburg die angelobte Urphed, und Personsbeschreibung, der aus allen deutschen Erblanden und den kais. kön. Hoflager, wo selbes sich immer befinden wird, mit Einschrepfung [Brandmarkung] der gewöhnlichen Relegations-Zeichen, auf ewig verwiesenen Ursula Damin, an ersagte kais. kön. N. Oe. Regierung uberreichet. Welche Urphed, und Personsbeschreibung, Uns I. Oe. Regierung mit dem Ersuchen, in der Anlage mitgetheilet worden, dast auf diese beschriebene Delinquentin beständig genau invigiliret, dieselbe bey Betretung arrestiret, sodann wider sie, als eine Urphedsbrecherin der Ordnung nach fürgegangen werden möge. Welches mit Anschlüssung der Beschreibung ersagter Delinquentin zur Befolgung hiermit erinnert wird. Grätz, den 7ten Jenner I775. Karl Thomas Graf v.Breuner. Praesident. Beschreibung der Person. Ursula Damin, gebohrne Stiglitzin, von Rötz aus der oberen Pfalz gebürtig, 40 Jahr alt, katholisch, ist schwarzbraunen Angesichts, grauer Augen, mit schwarzen Augenbraum, dann schwarz und schon etwas grauer Haaren, kleiner magerer Statur, traget eine weisse Bundhauben, ein blau cattonenes Tüchel, ein braun deto Rockel, ein weisses Leibel, und etnen grün wollzeugenen Rock."

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Neu ermittelt im August 2014:

"Steckbrief gegen kroatische Abgeordnete. Das Budapester Polizeiblatt vom 14. d.[iesen] M.[onats] veröffentlicht einen Verhaftsbefehl gegen die gewesenen Abgeordneten des kroatischen Landtages Heinrich Hlinkovic, Janko Potocnak und Professor Drubina, die nach Italien geflüchtet sind, wo sie eine Propaganda gegen Ungarn betreiben. Sie werden wegen Maj[e]stätsbeleidigung und Landesverrats verfolgt. Prag, den 15. Dezember 1916"

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Neu ermittelt im Juli 2014:

"Die Affäre Dr. Habl-Franzensbad. Nunmehr ist gegen den flüchtig gewordenen städtischen Amtsdirektor Dr. Habl in Franzensbad ein Steckbrief erlassen worden, aus dem die Art und der Umfang seiner Verfehlungen hervorgehen. Der Steckbrief hat folgenden Wortlaut: Das k.k. Kreisgericht Eger hat unter dem 27. Jänner laufenden Jahres gegen den etwa 35—36 Jahre alten Amtsdirektor in Franzensbad Dr. Franz Habl wegen §§ 181, 197, 199d, 5, 101, 102c, 9, 134 und 135 (1 und 3) Strafgesetz den Steckbrief erlassen und gegen ihn die Voruntersuchung eingeleitet. Derselbe ist ungefähr 1.76 bis 1.78 m groß, kräftig, breitschulterig, hat blonde Haare und blondes Schnurbärtchen, blaue oder grüne Augen, etwas vorstehende Nase, stark, dick, rotes volles Gesicht, ist gut gekleidet und hält sich vermutlich unter falschem Namen auf. Die in den vorstehenden Paragraphen bezeichneten Verbrechen sind folgende: Veruntrenuug, Betrug, Urkundenfälschung, Mißbrauch der Amtsgewalt, Mord, Giftmord und bestellter Mord, sowie Anstiftung, Verteilung, Mitschuld und Teilnahme an diesen Verbrechen. Von Dr. Habl hat man noch keine Spur. Er hielt sich mit Frau Dr. Diesl, die inzwischen nach Franzensbad zurückgekehrt ist und in deren Villa eine Hausdurchsuchung stattfand, zuletzt in Zürüch in der Schweiz auf und dürfte versuchen, nach Amerika zu flüchten."

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Neu ermittelt im Juni 2014:

"Steckbrief zur Verfolgung und Habhaftwerdung des mit kriminalgerichtlichem Beschluß vom 3. Februar 1848, Z.832 crim. des Verbrechens des Diebstahls rechtlich beanzeigt erkannten und am 19. Oktober v.J. aus Augezd flüchtig gewordenen Vincenz Frankl. Derselbe ist von Augezd, Herrschaft Chirlitz, Brünner Kreises gebürtig, jedoch nach Kremsier zuständig, 26 Jahre alt, Israelitischer Religion, ledig, Schusterlehrjung, von kleiner untersetzter Statur, hat schwarze Haar und Augen, und ein brünettes Gesicht. Bei seiner Entweichung hatte derselbe am Leibe einen grünen Rock, schwarztuchene Pantalon mit Leder besetzt, eine grüne Kappe am Kopfe und zerrissene Stiefel an den Füßen. Als besonderes Kennzeichen dient, daß Vincenz Frankl mit einem großen Leibschaden behaftet ist. Kriminalgericht Brünn, den 15. Febr.[uar] 1848."

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Neu ermittelt im Mai 2014:

"Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Schlossergesellen Krützky, angeblich aus der Provinz Schleswig-Holstein, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen schweren Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Amtsgerichts-Gefängniß zu Schönberg in Mecklenburg abzuliefern. Schönberg in Mecklenburg, den 16. Mai 1884. Großherzogliches Amtsgericht. G.Horn, O.Schnell. Beschreibung: Alter: ca. 33 Jahre. Statur: mittel. Haare: hellblond. Bart: heller Kinnbart. Kleidung: dunkler, ziemlich defecter Anzug, seidene Mütze, Pantoffeln.

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Neu ermittelt im April 2014:

"Steckbrief zur Verfolgung des mit kriminalgerichtlichem Beschluße vom 8. April d[iesen]. J[ahres]. N[r]. l426 des Verbrechens des Diebstahles rechtlich beanzeigt erkannten und flüchtigen Mathias Spatlenka unbestimmt beurlaubten Gemeinen des k.k. Infanterie Regimentes Herzog Wilhelm Nassau Nr.29. Derselbe ist 33 Jahre alt, von Klobauk Brünner Kreises gebürtig, katholisch, ledig, hat dunkelbraune Haare und derlei Augenbrauen, blaue Augen, kleine Nase, kleine Lippen, ovales Gesicht und ist von mittlerer Statur. Bei seiner Entweichung trug er ein schwarztuchenes Westl, leinene Pantalon, ein tuchenes kurzes Röckel und eine Halina, dann rindlederne Stiefel. Übrigens spricht er nur mährisch. Es werden sämmtliche Behörden oufgefordert, diesen Mathias Spatlenka im Betretungsfalle anzuhalten, und unter sicherem Geleite unverzüglich an das Brünner Kriminalgericht einzuliefern. Kriminalgericht Brünn, den 25. Juni 1839."

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Neu ermittelt im März 2014:

"Der laut telegraphischer Mittheilung des k.k. Untersuchungsrichters des am 1.Jänner 1874 verübten Verbrechens des Mordes an vulgo Blekmanov von Tupalic, Bezirk Krainburg, dringend verdächtige Josef Usenicnik, Lederergeselle von Pölland, Bezirk Lack, der sich nach der That in der Richtung gegen Laibach begeben haben soll, ist im Betretretungsfalle zu arretieren und an das k.k. Landesgericht in Laibach einzuliefern. Derselbe ist von mittlerer Größe, schlanken Körpers, ovalen Gesichtes, gesunder Gesichtsfarbe, hat dunkelbraune Haare, niedre Stirn, braune Augenbrauen und Augen, proportionierte Nase und Mund, gesunde Zähne, eingedrücktes Kinn. Er spricht dentsch und slovenisch. Laibach, am 3.Jänner 1874. K.k. Staatsanwaltschaft."

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Neu ermittelt im Februar 2014:

"Die, von hier gebürtige, unverehelichte, Friederike Wendroth, hat sich, nach verübtem Diebstahle, heimlich von hier entfernt. Alle Civil- und Militär-Behörden werden dienstlichst ersucht, auf die Entwichene, welche unten näher bezeichnet ist, ein wachsames Auge zu haben, sie im Betretungsfalle zu verhaften, die bei ihr sich vorfindenden Gelder und Sachen in Beschlag zu nehmen, und die unterzeichnete Behörde sodann davon benachrichtigen zu lassen. Berlin, den 20ten August 18l6. Königliche Polizei-Intendantur hiesiger Residenz. Rück. Personsbeschreibung: Die unverehelichte Friederike Wendroth ist 22 Jahr alt, aus Berlin gebürtig, mittlerer Größe, hat braunes Haar, eine runde Stirn, braune Augenbraunen [sic!], der gleichen Augen, ein rundes Kinn, ein ovales Gesicht, und eine gesunde Gesichtsfarbe. Sie führt einen hiesigen Ministerial-Paß zur Reise nach Wien mit sich."

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Neu ermittelt im Januar 2014:

Am 21. vorigen Monats ist auf dem Wege von Heerdt nach Neuß ein gewisser Demant, Lohgerbergeselle aus Creuznach, in die Erft gestürzt und ertrunken. Indem ich nachstehend seine Personen-Beschreibung zur öffentlichen Kenntniß bringe, ersuche ich Jeden, mich von dem Auffinden der Leiche schleunigst in Kenntniß zu setzen. Düsseldorf, den 19. Februar 1840. Der Ober-Prokurator Schnaase. Personen-Beschreibung: Der Verunglückte ist ungefähr 23 Jahre alt und 5 Fuß 4 Zoll groß, hat blondes Haar und Augenbraunen, graue Augen, spitze Nase, gewöhnliches Kinn und Mund, gesunde Zähne, schmale Gesichtsbildung, blasse Gesichtsfarbe und robuste Gestalt. Er war bekleidet mit einem grünen verblichenen Kittel, einem alten zerrissenen Kamisol, einer braunen Tuchhose, einem Paar Schuhe und einer grünen spitzen Schirmmütze mit Ohrenklappen. Jn seinem mit einer gelben Gerberschürze umzogenen Tornister hatte er ein Paar alte Tuchhosen, einige alte Hemden und mehrere Tücher.

 

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Neu ermittelt im Dezember 2013:

Gaunerstreich. In der Nacht vom 5. auf den 6. dieses Monats wurde der Postknecht Michael Schneider, in dem Rückwege von Würzburg, wohin er Postamtswegen gesendet mar, auf der Poststraße zwischen Wöllried und Rottendorf von einem unbekannten Menschen, dessen nähere Beschreibung unten folget, angerufen, ihn von den an sich tragenden Fesseln zu befreyen, und die Kette, welche ihn auch anscheinlich über den rechten Arm zum linken Fuß angelegt war, abzuschlagen, und zu diesem Behufe hatte dieser Mensch auch wirklich einen Stein in beyden Händen. Der Postknecht, nichts Gutes ahnend, ritt schnell davon, und in einer geringen Entfernung kamen noch vier Bursche[n] aus dieß- und jenseits der Chausseegräben, zwey mit starken Knütteln und einer mit einem Stein bewaffnet zum Vorschein, und gingen auf den Postknecht los; dieser ritt aber mit seinem Pferde schnell vorüber, und entkam auf solche Weise den Händen dieser Gauner, welche ihm lediglich noch mit einem Steine nachwarfen, und ihn auch am Genicke trafen, jedoch ohne besondere Verletzung beyzubringen. Dieser der öffentlichen Sicherheit hochgefährliche Streich, es mag solcher die Ausraubung des Postknechtes an seinen bey sich habenden Effecten und Papieren oder sonstige Veranlassung zum Zwecke gehabt haben, wird dem Publikum zu seiner Maßnahme bekannt gemacht, und zugleich jedes Orts Civil- und Polizeybehörden ersucht, auf die bezeichneten Personen sorgsam Spähe anzustellen, und von jedem sachdienlichen Resultate anher schleunige Nachricht zu ertheilen. Kön.[igliches] Landgericht Würzburg r.d.M., v.Eckart, Landrichter. Signalement: Der Bursch, der sich für einen Schübling ausgab, und anscheinlich eine Beinschelle an sich trug, war sehr großer Statur und in den dreyßiger Jahren, trug eine schwarze lederne kurze Hose, weißliche Strümpfe und Schuhe; einen dunklen langen Bauernrock, und eine Pudelkappe. Er führte eine rauhe Sprache. Die übrigen vier Bursche[n] können nicht weiter beschrieben werden, als daß sie sämmtlich runde Hüte trugen.

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Neu ermittelt im November 2013:

Bekanntmachung. Franz Thurnhofer, verheiratheter Bauer von Mühlleiten, der Gemeinde und Pfarrvikariats Neukirchen, welcher schon bei 1 1/2 Jahre nicht recht bei Sinnen ist, entfernte sich nach der dieses Orts heute eingekommenen Anzeige am 23. v.[origen] M.[onats] früh 8 Uhr, und kehrte nicht mehr zurück. Man stellt daher an die Königl.[ichen] Polizei-Behörden im Salzachkreise auf Bitten des Eheweibes, wegen seiner Habhaftwerdung und Hierherlieferung, indem man die Persons-Beschreibung beifügt, das höfliche Ersuchen. Den 7. November 1815. Kön.[iglich] baier.[isches] Landgericht Frankenmarkt, v.Kamerloher, Landrichter. Persons-Beschreibung des Franz Thurnhofer von Mühlleiten. Derselbe ist 54 bis 56 Jahre alt; Statur, untersetzter; Größe mittlerer; Gesichtsfarbe, gefärbt; Bart, braunen; Haare, braune; Augen, braune; Nase, große; Zähne, sehr wenige (in dem Oberkiefer nur einen Zahn). Am Leibe trägt er einen schwarztüchenen Oberrock mit Hafteln und mit weißer Leinwand gefüttert, ein brauntüchernes Leibel mit aufgeworfenen zinnernen Knöpfen, eine schwarzlederne kurze Hose, himmelblaue Strümpfe und Bundschuhe, dann auf dem Kopfe einen runden Hut. Die besonderen Kennzeichen sind, daß der rechte Fuß etwas dicker als der andere ist und im Gehen der Körper etwas vorhängt.

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Neu ermittelt im Oktober 2013:

Aufforderung. Am 28. December des Morgens hat ein blödsinniger Mensch von ungefähr 50 Jahren sich aus dem Hause seiner Verwandten entfernt. Derselbe war mit einem alten Schaafpelz, einer blautuchnen, mit schwarzem Pelz gefütterten Weste, einer schwarzen Pudelmütze, einer blauen leinwandnen Schürze und Pantoffeln bekleidet, und dadurch besonders kenntlich, daß die linke Seite des Halses sehr dick ist, er eine schwere Sprache hat und harthörig ist. Jeder, dem dieser Unglückliche zu Gesicht kommt, wird auf das dringendste gebeten, ihn anzuhalten, und, auch selbst im Fall seines Todes, entweder der unterzeichneten Behörde, oder dessen Bruder, dem Seilermeister Kliem junior, zu Liegnitz, auf der Frauengasse No. 505, schleunigst Nachricht davon zu geben, der alle desfallsige Kosten mit Dank erstatten wird. Liegnitz, den 14. Januar 1812. Königlich Preußisches Polizei-Directorium. Schönfeld.

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Neu ermittelt im September 2013:

Steck- und Spähbriefe. Cajetan Strasser, 20jähriger [sic!] lediger Säckler-Geselle von hier, ein der öffentlichen Sicherheit gefährlicher Bursche, hat sich seiner polizeylichen Aufsicht entzogen und von hier entfernt. Indem man dessen Signalement untenstehend mittheilt, ersucht man alle Polizey-Behörden des Königreichs, auf denselben Spähe einzuleiten und ihn im Betretungsfalle hierher liefern zu lassen. Personal-Beschreibung: Cajetan Strasser von hier ist 30 [sic!] Jahre alt, 5 Schuh 9 Zoll groß, hat schwarze Haare und Backenbart, schwarze Augen, rundes blasses Gesicht, schlanke Statur, seine Kleidung bestand bei seiner Entfernung in einem dunkelblauen Frack, braunen Hosen, seine übrigen Kleidungsstücke können nicht angegeben werden. Derselbe arbeitet meistens als Taglöhner. Den 10. September 1839. Königliche Polizey-Direction München, v. Menz.

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Neu ermittelt im August 2013:

Mit Bezugnahme auf unsern hinter dem Moses Lewin Löwenthal und dem Joel Schwarz unterm 12ten d. M. erlassenen Steckbrief bringen wir hierdurch ferner zur öffentlichen Kenntniß, daß sich nach der Aussage eines Mitangeschuldigten in der Begleitung der genannten beiden Personen auch ein gewisser Heinemann aus Berlin befunden und an den Betrügereien derselben als Hauptperson Theil genommen haben soll. Wir ersuchen daher, auch den Heinemann verhaften und an uns abliefern zu lassen, fügen dessen Signalement, so weit es der Mitangeschuldigte hat geben können, unten bei, und bemerken nachträglich, daß der Löwenthal und Schwarz auf einen ihnen von dem König!. Polizei »Direktorium zu Stettin auf 3 Monate ertheilten Paß reisen. Lauenburg, den 14ten März 1843. Das Patrimonial-Gericht zu Rowen. Signalement des Heinemann. Wohnort: angeblich Berlin, Religion: jüdisch, Größe: 5 Fuß 8 bis 6 Zoll, Alter: ungefähr 30 Jahr, Haare und Bart: schwarz, Augen: dunkel, Gesichtsbildung: sehr mager und brünett, Gestalt: sehr schlank. Bekleidung: feiner brauner Tuchmantel, schwarzer Mollrock, schwarz tuchne Beinkleider, schwarz seidenes Halstuch, dunkelbraune Felbelmütze.

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 Neu ermittelt im Juli 2013:

Verhafts-Befehl. Herr Wachtmeister Winterberger erhält den Befehl, den Schuhmacher Indermühle auf dem Plätzli zu verhaften und ins Schloß Thun abzuführen, wo ihm vom Gefangen-Wärter Kolb ein Zimmer angewiesen werden wird. Thun, den 9. September 1833. Der Regierungsstatthalter: v.Gumons. Obigen Indermühle in Gefangenschaft abgeführt. Thun, den 9. September 1832, abends 7 Uhr. Winterberger, Sergeant.

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Neu ermittelt im Juni 2013:

Ein gewisser Michael Kastner, Schuhmachergesell, angeblich ein Sattlersohn von Villingcn aus dem Schwarzwalde gebürtig, hat sich Zeit, wo er vor etlichen Jahren beym Schuhmacher in Jatzbach Jakob Kreen in Arbeit stand, vermuthlich in Gesellschaft seines Meisters einer Betrügerey von mehreren hundert Gulden sehr verdächtig gemacht, indem derselbe durch Vorspiegelungen, als wollte er in die Lotterie sehen, und dann heraus große Gewinnste erheben, einen gewissen Martin Maier Bauer von Azenberg eine beträchtliche Summe abschwatzte, sich nachher davon machte, und man schon längere Zeit von seinem Aufenthalte nichts mehr weiß.

An eben diesem Martin Maier von Azenberg hat auch ein anderer ganz unbekannter Mensch Betrügereien sich zu Schulden kommen lassen; indem derselbe sich für einen Schwarzkünstler ausgab, und durch Versprechungen, als könnte er einen Schatz heben und den Teufel bannen, diesem Martin Maier mehrere tausend Gulden herauslockte.

Es wird daher das Ansuchen an sämmtliche königlichen Polizey-Behörden gestellt, diese beiden Menschen, von welchem das Signalement angefügt ist, auf Betreten sogleich zu arretiren und hierher die geeignete Nachricht zu ertheilen. Den 13. Oktpober 1815. Königliches Landgericht Vilshofen. Landrat abwesend. von Clarmann, Assessor.

SignaIement: 1te Person: Michael Kastner ist 30 oder etliche 30 Jahre alt, von kleiner und nicht gar zu starker Statur, sein Gesicht ist ganz breit, die Kopfhaare etwas röthlich, die Gesichtsfarbe ganz roth, sonst keine besondere Kennzeichen, seine Aussprache ist im Tiroler oder Pinzgauer Dialekt. 2te Person: Der vorgebliche Schwarzkünstler wird vom Martin Maier folgendermaßen beschrieben: Derselbe sey allenfalls 5 Schuh 10 Zoll groß, vom Gesichte ganz bleich und breit, seine Haare vermuthlich braun und oben manchmal eingepudert. Der Anzug desselben sey ganz städtisch, nämlich einen Hut mit einem hohen Gupf, einer langen Hose, einem kurzen Janker, einem rothen Tüchel u.s.w. was der Damnifikat so genau nicht mehr anzugeben weiß.

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 Neu ermittelt im Mai 2013:

Am 30. v.[origen] M.[onats] ist der hierselbst wohnende Handlungslehrling Ernst Aller aus Heddesdorf abends gegen 8 Uhr, von dem hiefigen Hafenwerfte in den Rhein gefallen und ertrunken. Indem ich dessen Signalement unten mittheile, erfuche ich sämmtlicbe Behörden, in deren Bezirk die Leiche landen sollte, für die gehörige Einschreibung in die Personenstands-Register zu sorgen und mich davon in Kenntniß zu setzenKöln, den 6. December 1856. Der Ober-Prokurator v. Collenbach. Signalement: Alter: 19 Jahr 6 Monat; Größe 5 Fuß 5 Zoll; Haare: blond; Stirn: rund; Augen: blau; Nase und Mund mittelmäßig; Gesicht: rund; Statur: schlank. Derselbe war bekleidet mit einem alten blauen Oberrocke. einer dunkeln Weste mit Blumen, einer dunkelgrauen Pantalon (wahrscheinlich), einer weiß wollenen Unterjacke, einem Vorhemdchen und mit Halbstiefeln.

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 Neu ermittelt im April 2013:

Steckbrief. Da der Baugefangene Carl August Demmel, gebürtig aus Großenhayn, 19 Jahr alt, Evangelisch, kleiner Statur, mit verschnittenen braunen Haaren, und besonders wegen verschiedener Schnitte und Schäden am Halse und der neuerlich verbrannten rechten Hand kenntlich, im Baukittel mit Schuh und Strümpfen, am 17. Juli. nebst dem wachthabenden Soldaten vom Zanthierschen Infanterieregiment, namens Gottlob Friedrich Herbst, entsprungen, und an dessen Wiedererlangung viel gelegen; als wird Jedermann ersuchet diesen Flüchtling im Falle er sich irgendwo betreten lassen sollte, zu arretiren, und deshalb Nachricht anhero gelangen zu lassen. Dresden, den 18. Juli 1793. Churfürstl. Sächs. Haupt-Zeughaus-Artilieriegericht daselbst.

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 Neu ermittelt im März 2013:

Calenberg. Eine Frauensperson namens Dorothee Fricken, welche ihrer Angabe nach aus Walsrode gebürtig ist, und bisher bey dem Bäcker und Beybauer Gewecke zu Holensen im Dienst gestanden, hat sich am 2ten März, da sie von ihrer Brodherrschaft mit 10 Reichsthalern an Geld und verschiedenen Victualien zur Stadt gesandt worden, auf eine treulose Art entfernt, und ausser jenen Dingen auch noch drey linnene Säcke, einen Korb mit einer feinen drellenen Serviette, ein feines linnenes Tuch, ingleichen einige von ihrer Hausfrau ihr geliehene weibliche Kleidungsstücke, die in einer blau und weiß gedruckten linnenen Schürze, und drey Reihen weisser Glasperlen bestanden, bey ihrer Entweichung mit sich genommen. Da es nun zum allgemeinen Besten zu wünschen ist, daß diese Person für diese Veruntreuungen zur gerechten Strafe möge gezogen werden, so werden alle Obrigkeiten in subsidium juriz & sub oblitionae ad reciproca geziemend ersucht, auf diese Frauensperson, welche etwa 22 Jahr alt und von langer Statur ist, ein rundes pockennarbiges Gesicht, schwarze Haare, eine heisere dumpfe Sprache hat, und bey ihrer Entweichung mit einem roth blau und grün gestreiften Rocke, einem dunkelgrünen frießenen Kamisole, der vorbeschriebenen blau und weiß gedruckten linnenen Schürze und den weißen Glasperlen, einer abgebleichten cattunenen Mütze mit einem langen rund um den Kopf gehenden Plitt, daran blaue abgebleichte seidene Bänder befindlich, imgleichen weißen wollenen Strümpfen und großen viereckten zinnenen Schnallen bekleidet gewesen, in ihren Gerichtsbezirken achten, dieselbe im Vetretungsfall anhalten, und an hiesiges Amt die erforderliche Nachricht davon ergehen zu lassen. Calenberg, den 14. April 1792.

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 Neu ermittelt im Februar 2013:

Georg Hocheneder, lediger Schachtner, Bauernsohn von Wallburgskirchen, ist des Verbrechens des Diebstahls verdächtig. Da man seine Personsbeschreibung hie[r]mit anlegt, requiri[e]rt man sämmtliche Polizeibehörden höflichst, auf diesen signalisi[e]rten Verbrecher, welcher abwesend ist, und irgendwo als Zimmermann oder Bauernknecht arbeitet, Spähe zu machen, und auf Atrapi[e]ren wohlverwahrt hier her liefern zu lassen. Personsbeschreibung: Georg Hocheneder ist bei 30 bis 32 Jahre alt, 5 Schuh 8-9 Zoll groß, untersetzter Statur, gesunder, etwas braunlichter Gesichtsfarbe, ovalen vollen Angesichts, schwarzbrauner Haare und detto Augenbraunen, hat einen dunkeln schwärzlichten Backenbart, proportioni[e]rte Nase. Er spricht städtischen Dialekt, wie man in den kleinen Städten und Märkten des Unterdonaukreises zu sprechen pflegt. Er hat verschiedenen Anzug, er kann sich städtisch und bauernmäßig kleiden. Er trägt manchmal einen dunkelblau tüchernen Frack, ein Pantalon von gleichem Tuche und Farbe, darunter sich schwarz kalblederne Stiefel befinden. Ein schwarztüchernes Gillet. Manchmal trägt er einen runden schwarzen Filzhut, und manchmal eine blau tücherne Kappe mit einem ledernen Schirm und einem schwarzen Sturmband. Auch trägt er manchmal einen dunkelblau tuchenen Spenser, woran dunkelblaue kameelhaar´ne Knöpfe sich befinden. Ein schwarzes seidenes Halstuch. Er trägt auch öfters eine schwarz lederne Hose, welche in die Stiefel hineingeht. Wenn er das Bauerngewand trägt, so hat er unter dem runden schwarzen Filzhut eine schwarze Haube, welche wahrscheinlich von schwarzer Baumwolle oder Floret[t]seide ist. Am 26. Juni 1832. Königliches Landgericht Pfarrkirchen, v. Rotthammer, Landrichter.

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 Neu ermittelt im Januar 2013:

Steckbrief gegen den Kanonier Carl van der Fluck. Der unten signalisirte Kanonier Carl van der Fluck, von der 2.ten Fuß-Kompagnie, der 4.ten Artillerie-Brigade, aus Vreden, Kreis Ahaus, Regierungs-Bezirl Münster, ist am 12.ten Juni diesen Jahres aus der Festung Wesel entwichen. Sämmtliche Civil-, und Mllitar-Behörden werden ersucht, auf denselben strenge wachen, und ihn im Betretungsfalle wohlverwahrt an die Festungs-Kommandamur zu Wesel abliefern zu lassen. Düsseldorf, den 13.Juni 1827. Signalement: Alter 20 Jahr 6 Monat; Größe 5 Fuß 5 Zoll 1 Strich; Haare braun; Stirn hoch und rund; Augen grau. Nase lang; Mund gewöhnlich; Kinn klein; Gesichtsfarbe bleich und blaß. Besondere Kennzeichen: Der 4.te Finger der rechten Hand im ersten Gelenk gebogen und steif. Bekleidung: Eine blaue Dienstmütze mit schwarzem Rande, eine seidene schwarze Halsbinde, eine blaue Dienstjacke, eine graue Diensthose, ein Paar lange Stiefel.

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 Neu ermittelt im Dezember 2012:

Der unten näher signalifirte Heinrich Hochhagen; angeblich aus Paderborn; welcher bis zum 30. v. M. an der Eiseunahn in der Gegend von Düren gearbeitethat sich in der Nacht vom 30/31. August aus seiner bisherigen Wohnung zu Arnoldsweiler bei Düren heimlich entfernt und ist dringend verdächtig, die hierunten verzeichneten Gegenstände daselbst entwendet zu haben. 1) Einen braunen tuchenen Überrock mit seidenen braunen Knöpfen; 2) eine lichtgraue tuchene Hose, an der Latze mit einer Schnalle versehen; 3) zwölf Hemden mit den Buchftaben ML gezeichnet; 4) eine grüne tuchene Mütze mit Aufschlage-Schirm und seidener Quaste; 5) ein Kissenüberzug von Kattun, weiß und blau karrirt; 6) zwei Vorhemden von Neffel ohne Kragen; 7) zwei Vorhemden von Leinen mit Kragen; 8) zwei schwarztuchene Westen mit kupfernen Knöpfen; 9) drei seidene Halstücher, ein schwarzes und zwei rothe; 10) eine aschfarbene kattunene Jacke. Vor dem Ankaufe dieser Gegenstände warnend, ersuche ich zugleich jeden, der über den jetzigen Besitzer derselben Kunde erhält, mir oder seiner nächsten Polizeibehörde davon Anzeige zu machen. Zugleich werden sämmtliche Orts- und Polizeibehörden so wie die Königl. Gensdarmerie aufgefordert, auf den Hochhagen zu vigiliren und mir denselben im Betretungsfalle mit den bei ihm vorgefundenen Sachen vorführen zu lassen. Aachen, den 30. September 1841. Der Königl. Instruktionsrichter, Bossier. Signalement des Hochhagen. Geburtsort: angeblich Paderborn; Gewerbe: Papiermacher; Alter: circa 46 Jahre; Größe: 5 Fuß 2 Zoll; HaareAugenbraunen und Augen: schwarz. Stirn: hoch; Nase: lang und spitz; Mund: mittelmäßig; Kinn: rund; Gestalt: gesetzt. Besondere Kennzeichen: Derselbe trägt einen starken Backenbart und geht sehr gebückt.

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 Neu ermittelt im November 2012:

Diedrich Quintel, Schiffskoch, geboren in Leer (Ostfriesland). Für das Schiff Hoffnung aus Westrhauderfehn als Koch angeheuert, hat sich von dem genannten, im hiesigen Hafen liegenden Schiffe heimlich entfernt und sich dadurch des Vergehens der Seemannsordnung dringend verdächtig gemacht. Wir bitten alle polizeilichen und gerichtlichen Behörden, auf den Quintel zu vigilieren, denselben im Betretungsfalle zu verhaften und uns in Kenntnis setzen zu wollen. - Signalement des Quintel: Alter 16 Jahre, Statur circa 5 Fuß, Haar dunkelblond, Augen dunkelbraun, Gesichtsfarbe gebräunt. - Wismar 14. Juni 1877. Das Stadtgericht. Schmidt, Secretär (dritter Abdruck des Gesuchs).

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 Neu ermittelt im Oktober 2012:

Der Schneidergesell Andreas Christian Friedrich Stieg aus Ludolphshausen, Amts Friedland, hat dahier angezeigt, daß ihm am 9. d. aus einer Wirthsstube hierselbst seine Legitimationspapiere, bestehend in einem Wanderbuche, de dato Friedland den 7. Oktober 1839, einem Militair-Entlassungsscheine und einem Taufzeugnisse, entwendet worden sei und hat zugleich den aus dem hiesigen Zuchthause entlassenen Buchbindergesellen Friedrich Ferdinand Anhalt aus Lauterbach am Harze als der That dringend verdächtig bezeichnet, wovon die betreffenden Behörden, unter Mittheilung eines Signalements des Anhalt, zur weitern Verfügung in Kenntniß gesetzt werden. Kassel, den 24. Oktober 1839. Kurfürstliche Residenz-Polizeidirektion, Giesler. Signalement des Anhalt. Alter 23 Jahre, Größe 5 Fuß 3½, Zoll, Stirn hoch, Augenbraunen und Haare schwarzbraun, Augen graubraun, Nase lang, Mund klein, Zähne gut, Kinn rund, Bart schwarzbraun und schwach, Gesicht oval und voll, Farbe gesund, Statur gesezt. Besondere Kennzeichen: Eine Narbe an der rechten Seite der Unterlippe.

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 Neu ermittelt im September 2012:

Der nachstehend näher signalisirte Carl Friedlich Everts, Grobschmidt, zu Kronenberg geboren und wohnhaft, hat sich der gegen ihn wegen Diebstahls eingeleiteten Untersuchung durch die Flucht entzogen. Auf Grund des von dem Herrn Instruktionsrichter gegen denselben erlassenen Vorführungsbefehls ersuche ich sämmtliche Polizeibehörden, auf den Everts zu wachen, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und mir vorführen zu lassen. Elberfeld, den 24. Juli 1850. Der Ober-Prokurator von Ammon. Signalement: Alter 30 Jahre; Größe 5 Fuß 6¼ Zoll; Haare blond; Stirne hoch; Augenbraunen blond; Augen blau; Nase klein und spitz; Mund klein; Zähne gut; Kinn oval; Bart blond; Gesichtsform oval; Gesichtsfarbe gesund; Statur gesetzt. Besondere Kennzeichen: keine.

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Neu ermittelt im August 2012:

Ellwangen. Die ledige Maria Anna Hauber, von Kerkingen, Oder-Amts Neresheim, hat sich nach Geständnissen eines ihrer bereits bei der unterzeichneten Stelle verhafteten Mitschuldigen mehrerer Diebstähle seit ihrer Entlassung von dem Straf-Platz schuldig gemacht, ihren Continations-Ort aber verlassen, und zieht nun wahrscheinlich auf dem Bettel und neuen Diebereien umher. Sämmtliche Gerichts- und Polizei-Stellen werden daher auf das dringendste ersucht, auf die nachbezeichnete Maria Anna Hauber zu fahnden, und dieselbe im Betretungsfalle wohl verwahrt anher einliefern zu lassen. Den 26. August 1825. Königl. Ober-Amtsgericht, preußischer Aktuar v.Plessen. Signalement der Hauber. Alter 27 Jahre; Grösse, 5 Zoll 6 Fuß; Statur untersetzt; Gesichtsform länglicht; Farbe gesund; Haar braun; Augenbraunen dergleichen; Augen braun; Nase und Mund proportionirt; Wangen voll; Zähne gut; Kinn rund. Bei ihrer Entlassung aus dem Arbeitshaus Ludwigsburg trug sie folgende Kleider: eine schwarze Handhaube, ein geblümt baumwollenes Halstuch, einen Spitzen-Kragen, ein grün- und gelbgestreiftes Zeugles-Kleid, einen blau- und rot gestreiften dergleichen Schurz, weiße baumwollene und blau baumwollene Strümpfe.

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